Mann mit Gesichtsmaske hustet.

Du hast Dich auf Deinen Flug gefreut – doch plötzlich kratzt der Hals, die Nase läuft und der Kopf pocht. Eine Erkältung kommt immer ungelegen, aber besonders dann, wenn ein Flug ansteht. Vielleicht fragst Du Dich jetzt: Darf ich überhaupt mit einer Erkältung fliegen – und ist das gesundheitlich sinnvoll?

Tatsächlich kann das Fliegen mit Erkältung nicht nur unangenehm, sondern auch riskant sein. Die veränderten Druckverhältnisse in der Kabine, die trockene Luft und die enge Umgebung stellen Deinen Körper vor zusätzliche Herausforderungen – und können Deine Symptome deutlich verschlimmern.

In diesem Artikel erfährst Du, welche Risiken das Fliegen mit Erkältung birgt, wie Du Dich während des Fluges schützen kannst und welche Rechte Du hast, falls Deine Gesundheit Dich am Reisen hindert.

Mit einer Erkältung zu fliegen, ist meistens keine gute Idee.

Gesundheitliche Risiken beim Fliegen mit Erkältung

Fliegen mit einer Erkältung ist nicht nur unangenehm – es kann auch gesundheitlich problematisch werden. Vor allem Start und Landung stellen Deinen Körper vor besondere Herausforderungen.

Druckprobleme: Wenn Ohren und Nebenhöhlen streiken

Während des Fluges verändert sich der Luftdruck in der Kabine – besonders deutlich spürbar beim Start und vor allem bei der Landung. Normalerweise kann Dein Körper diesen Druck über die sogenannten Eustachischen Röhren im Ohr ausgleichen. Doch wenn Du erkältet bist und Deine Schleimhäute geschwollen sind, funktioniert das nur eingeschränkt oder gar nicht. Die Folge: schmerzhafter Druck auf den Ohren, ein Gefühl wie „Watte im Kopf“ – oder im schlimmsten Fall ein schmerzhaftes Barotrauma.

Komplikationen wie Mittelohrentzündung oder Barotrauma

Wenn der Druckausgleich nicht mehr funktioniert, kann es zu ernsthaften Problemen kommen. Besonders häufig ist die sogenannte Barotitis – eine durch Druck verursachte Entzündung des Mittelohrs. Auch Nebenhöhlenentzündungen können sich durch den Druck verschlimmern. In manchen Fällen ist der Schmerz so stark, dass er über Tage anhält oder medizinisch behandelt werden muss.

Trockene Kabinenluft: Stress für gereizte Schleimhäute

Die Luft im Flugzeug ist extrem trocken – oft mit weniger als 20 % Luftfeuchtigkeit. Das belastet Deine ohnehin schon gereizten Schleimhäute zusätzlich. Viren und Bakterien haben dadurch ein leichteres Spiel, und Deine Symptome können sich während des Fluges verschlechtern. Besonders für Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma oder einer Neigung zu Nasennebenhöhlenentzündungen kann das zur echten Belastungsprobe werden.

Passengers friend: Wenn Du wegen Krankheit nicht fliegen kannst

Du fühlst Dich krank und musst den Flug absagen – aber was passiert mit Deinem Ticket? Viele Fluggesellschaften zeigen sich in solchen Fällen wenig kulant. Genau hier kommt Passengers friend ins Spiel: Unser Service hilft Dir dabei, Deine Rechte als Fluggast geltend zu machen – unkompliziert, schnell und ohne finanzielles Risiko.

Ob Flugausfall, kurzfristige Umbuchung oder Nichtbeförderung – mit Passengers friend kannst Du kostenlos prüfen lassen, ob Dir eine Entschädigung nach EU-Fluggastrechten zusteht. Und das Beste: Du zahlst nur im Erfolgsfall eine Provision, sonst nichts. Gerade wenn Du krankheitsbedingt auf einen Flug verzichten musst oder es zu Komplikationen bei der Reise kommt, lohnt sich ein Blick auf unseren Service.

Kranke Frau leidet im Flugzeug.

Tipps für den Flug mit Erkältung

Wenn Du trotz Erkältung nicht auf den Flug verzichten kannst, gibt es ein paar einfache Maßnahmen, mit denen Du die Beschwerden zumindest lindern kannst.

Nasenspray gezielt einsetzen

Abschwellende Nasensprays helfen dabei, die Belüftung der Nasennebenhöhlen zu verbessern und den Druckausgleich zu erleichtern. Ideal ist es, das Spray etwa 30 Minuten vor Start und Landung zu verwenden. Aber Achtung: Solche Sprays sollten nur kurzfristig (max. 5–7 Tage) genutzt werden, sonst droht ein Gewöhnungseffekt.

Viel trinken & auf salzhaltige Sprays setzen

Die trockene Kabinenluft belastet Deine Schleimhäute zusätzlich. Deshalb ist es wichtig, während des Fluges regelmäßig Wasser zu trinken – am besten schluckweise. Auch salzhaltige Nasensprays oder Meersalz-Nasensprays helfen, die Schleimhäute feucht zu halten und das Atmen zu erleichtern.

Druckausgleich aktiv unterstützen

Um den unangenehmen Ohrendruck zu reduzieren, kannst Du Kaugummi kauen, gähnen oder bewusst schlucken – besonders beim Start und während des Landeanflugs. Auch das sogenannte Valsalva-Manöver (die Nase zuhalten und vorsichtig „durch die Ohren“ ausatmen) kann helfen, wenn Du es vorher geübt hast.

Spezielle Ohrstöpsel verwenden

Im Handel gibt es spezielle Flug-Ohrstöpsel, die den Druckausgleich sanfter gestalten. Sie sind besonders hilfreich, wenn Du zu Ohrenschmerzen oder -entzündungen neigst – und sie nehmen kaum Platz im Handgepäck weg.

Wann sollte man lieber nicht fliegen?

Manchmal ist es einfach besser, auf den Flug zu verzichten – Deiner Gesundheit und der Deiner Mitreisenden zuliebe.

Starke Symptome? Dann lieber am Boden bleiben

Wenn Du Fieber hast, stark hustest oder unter Schwindel leidest, ist Fliegen keine gute Idee. Nicht nur, weil es Dir auf 10.000 Metern Höhe schlechter gehen könnte – auch das Risiko von Komplikationen steigt deutlich.

Denke an die Ansteckungsgefahr

Flugzeuge sind geschlossene Räume mit wenig Frischluftzirkulation. Wenn Du ansteckend bist, gefährdest Du nicht nur Dich selbst, sondern auch andere Passagiere. Besonders für Menschen mit Vorerkrankungen oder schwachem Immunsystem kann eine Infektion ernsthafte Folgen haben.

Vor dem Flug zum Arzt

Wenn Du unsicher bist, ob Du flugtauglich bist, geh am besten zu Deiner Hausärztin oder Deinem Hausarzt. Mit einem ärztlichen Attest kannst Du im Zweifel auch gegenüber der Airline nachweisen, dass Du aus gesundheitlichen Gründen nicht fliegen kannst – das hilft z. B. bei Umbuchungen oder im Streitfall.

Desinfektionsmittel hilft, die Erkältung nicht an andere zu verbreiten.

Was tun, wenn das Fliegen unmöglich ist?

Manchmal ist klar: Der Flug ist gesundheitlich einfach nicht machbar. In solchen Fällen solltest Du schnell und organisiert handeln.

Umbuchung oder Stornierung – mit ärztlichem Nachweis

Viele Airlines zeigen sich kooperativer, wenn Du Deine Erkrankung mit einem ärztlichen Attest belegen kannst. Je früher Du Bescheid gibst, desto besser stehen die Chancen auf eine Umbuchung oder Erstattung. Manche Tarife erlauben kostenfreie Umbuchungen – bei anderen lohnt es sich, hartnäckig zu bleiben oder auf Kulanz zu hoffen.

Reiserücktrittsversicherung nutzen

Falls Du eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen hast, prüfe die Bedingungen: In der Regel springt sie ein, wenn Du aus gesundheitlichen Gründen nicht reisen kannst – vorausgesetzt, Du kannst den Grund ärztlich nachweisen. Hier zählt: Attest gut aufbewahren und möglichst schnell Kontakt zur Versicherung aufnehmen.

Alternative Reisewege finden

Wenn Fliegen keine Option mehr ist, aber Du trotzdem reisen musst, können Bahn oder Auto eine schonendere Alternative sein. Für schwerwiegendere Fälle – etwa bei chronischen Erkrankungen oder nach einem Unfall – gibt es auch medizinisch begleitete Rückholdienste, die einen sicheren Heimtransport ermöglichen.

Vorbeugung: So schützt Du Dich vor einer Erkältung

Am besten ist es natürlich, gar nicht erst krank zu werden – vor allem, wenn eine Flugreise bevorsteht. Mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst Du Dein Risiko deutlich senken.

Immunsystem stärken

Schon ein paar Tage vor dem Flug solltest Du besonders auf Deinen Körper achten: ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung, Bewegung an der frischen Luft und genügend Flüssigkeit helfen Deinem Immunsystem, fit zu bleiben. Auch Vitamin C oder Zinkpräparate können unterstützend wirken.

Hygiene unterwegs

Im Flugzeug, auf Flughäfen und in öffentlichen Verkehrsmitteln wimmelt es nur so vor Keimen. Pack am besten Desinfektionsmittel ins Handgepäck, meide es, Dir ins Gesicht zu fassen, und wasche regelmäßig Deine Hände. Eine Maske kann ebenfalls helfen – besonders in vollen Wartebereichen oder während des Flugs.

Gut ausgestattet reisen

Eine kleine Reiseapotheke gehört ins Handgepäck: abschwellendes Nasenspray, Halsschmerztabletten, fiebersenkende Mittel, Ohrstöpsel und Taschentücher solltest Du griffbereit haben. So kannst Du schon bei ersten Symptomen schnell reagieren – oder Dich einfach besser vorbereiten.


Fazit: Mit Erkälrung fliegen oder lieber verschieben?

Mit einer leichten Erkältung zu fliegen ist zwar oft möglich – aber nie ganz ohne Risiko. Druckprobleme, trockene Kabinenluft und das Ansteckungsrisiko für andere machen das Fliegen mit Infekt zur echten Herausforderung. Wenn Deine Symptome stärker sind oder Du Dich schlichtweg nicht reisefähig fühlst, ist es absolut legitim, den Flug zu verschieben – Deine Gesundheit geht vor.

Zum Glück hast Du verschiedene Möglichkeiten: Von medizinischer Beratung über Umbuchungen bis hin zur Unterstützung durch Services wie Passengers friend, die Dir helfen, Deine Fluggastrechte durchzusetzen.

Und noch besser: Mit ein paar einfachen Maßnahmen – wie einem starken Immunsystem, guter Vorbereitung und etwas Hygiene – kannst Du dafür sorgen, dass es gar nicht erst so weit kommt.

Dein Flug soll kein Krankentransport sein – sondern der Start in eine angenehme Reise. Denk an Dich, pass auf Dich auf – und flieg nur, wenn Du Dich wirklich bereit dafür fühlst.

Wusstest Du, dass man nach einem Flug öfter krank wird? Warum das so ist – von trockener Luft bis zu verkeimten Sicherheitswannen – erklärt dieser Artikel kompakt und verständlich. Ein Klick lohnt sich!